Schutzstrategien-Test

Warum funktionierst du so, wie du funktionierst?

Entdecke, welche Schutzstrategien dich im Alltag begleiten – und verstehe, warum bestimmte Reaktionen, Gedanken und Verhaltensweisen immer wieder auftauchen.

S.A.N.F.T. – zurück zu DIR.

Was dich erwartet

  • Erkenne deine drei stärksten Schutzstrategien.
  • Verstehe typische Gedanken und Glaubenssätze dahinter.
  • Erfahre, wie Fight, Flight, Freeze oder Fawn sich in deinem Alltag zeigen können.
  • Erhalte eine erste kleine Übung für mehr Selbstkontakt und Wahlfreiheit.

Dauer: etwa 7 bis 10 Minuten

Schutzstrategien sind Reaktionsweisen, die wir meist unbewusst entwickeln, um uns sicherer zu fühlen, dazuzugehören oder mit belastenden Situationen umzugehen.

Vielleicht hast du gelernt, besonders viel zu leisten, dich anzupassen, alles zu kontrollieren oder Probleme lieber allein zu lösen. Solche Strategien sind nicht falsch. Sie waren möglicherweise einmal eine hilfreiche Antwort auf das, was du erlebt hast.

Heute laufen sie oft automatisch ab – auch dann, wenn sie gar nicht mehr notwendig sind oder dich inzwischen viel Kraft kosten.

Was haben Fight, Flight, Freeze und Fawn damit zu tun?

Wenn unser Nervensystem Stress, Unsicherheit oder Gefahr wahrnimmt, versucht es, uns zu schützen. Dabei kann es unterschiedliche Reaktionen aktivieren:

  • Fight – Kämpfen: Du wirst angespannt, gereizt oder gehst schnell in die Verteidigung. Du versuchst, dich durchzusetzen oder die Kontrolle zurückzugewinnen.
  • Flight – Fliehen: Du bleibst in Bewegung, erledigst, planst, funktionierst oder leistest immer weiter. Aktivität hilft dir, unangenehme Gefühle oder Unsicherheit auf Abstand zu halten.
  • Freeze – Erstarren: Du ziehst dich zurück, wirst still, fühlst dich wie blockiert oder kaum handlungsfähig. Wenig aufzufallen kann sich in diesem Moment sicherer anfühlen.
  • Fawn – Anpassen: Du konzentrierst dich stark auf die Bedürfnisse und Stimmungen anderer. Du versuchst, Harmonie herzustellen, Konflikte zu vermeiden oder niemanden zu enttäuschen.

Diese Reaktionen sind keine bewussten Entscheidungen. Sie entstehen im Nervensystem oft schneller, als wir darüber nachdenken können.

Aus diesen grundlegenden Stressreaktionen können sich im Laufe unseres Lebens unterschiedliche Schutzstrategien entwickeln – zum Beispiel die Funktionierende, die Harmoniebewahrerin oder die Kontrolleurin.

Wichtig ist:

Du bist keine Schutzstrategie. Du nutzt Schutzstrategien.

Und je sicherer du dich in dir selbst fühlst, desto mehr Wahlmöglichkeiten entstehen zwischen einem Reiz und deiner Reaktion.

Bevor es losgeht

Ein Moment für dich.

Beantworte die Fragen möglichst spontan und mit Blick auf deinen tatsächlichen Alltag – nicht darauf, wie du gerne reagieren würdest. Es gibt hier kein richtig und kein falsch. Du bist „richtig“, genau so wie du bist.

Vielleicht erkennst du dich in mehreren Aussagen wieder. Das ist vollkommen normal. Menschen nutzen selten nur eine einzige Schutzstrategie. Dein Ergebnis zeigt deshalb mehrere Ausprägungen und keine starre Schublade.

Dieser Test dient der persönlichen Selbstreflexion. Er stellt keine psychologische, psychotherapeutische oder medizinische Diagnose dar und ersetzt keine professionelle Beratung oder Behandlung.

Veränderung beginnt nicht damit, jemand anderes zu werden. Sondern damit, dich selbst immer besser zu verstehen.